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Vereinschronik
Steinheimer Musikanten
e.V.
Anlässlich der 75
Jahrfeier des
Schützenvereins
Steinheim im Jahr 1984
ergab es sich, dass der
ortsansässige Lehrer,
Herbert Graf, und der
Vorstand des Veteranen-
u. Soldatenvereins, Herr
Josef Strasser sen. in
geselliger Runde
zusammen saßen. Je
länger die Musik
spielte, um so
intensiver reifte bei
Beiden die Idee, dass es
doch wunderbar wäre
wenn es in Steinheim
eine eigene Blaskapelle
gäbe.
Es folgten zahlreiche
anschließende
Gespräche mit den
örtlichen
Vereinsvorständen,
unter anderem auch mit
Herrn Hubert Ludwig
Rast, dem Leiter der
städt.
Musikschule
Dillingen, der als
Dirigent zusagte, wenn
sich in Steinheim in
dieser Hinsicht etwas
entwickeln würde.
Am 15.November 1984
wurde schließlich in
das Schützenheim zu
einer öffentlichen
Informationsveranstaltung
eingeladen. Bisher
mussten immer aus
anderen oft kleineren
Gemeinden Blaskapellen
ausgeliehen werden.
Deshalb stand die
Veranstaltung ganz unter
dem SLOGEN „Steinheim
braucht eine eigene
Blaskapelle“.
Auf die anfängliche
Euphorie folgte bald
Nüchternheit. Denn es
kamen nur 20 Personen,
darunter
Oberbürgermeister
Hans-Jürgen Weigl und
Ortsgeistlicher Paul
Sinz.
Durch großen
persönlichen Einsatz
schafften es beide doch
noch eine stattliche
Anzahl interessierter
Mädchen und Jungen zu
mobilisieren. In den
ersten Februartagen 1985
war es dann soweit, nach
mehr als 30-jähriger
musikalischer Abszinens
konnten unter der
Leitung der Städtischen
Musikschule Dillingen in
den Räumen der
Steinheimer Grundschule
die ersten Proben der
zukünftigen Steinheimer
Musikanten stattfinden.
Am 01. März 1985 war
es dann so weit: mit der
Gründungsversammlung
wurden die Steinheimer
Musikanten e.V. aus der
Taufe gehoben.
Nach der Annahme der
Mustersatzung des ASM
wurde von denn auf
Anhieb über 80
Mitgliedern folgende
Vorstandschaft gewählt:
1. Vorsitzender :
Herbert Graf
2. Vorsitzender: Josef
Strasser jun.
Kassierer: Willi Müller
Schriftführerin:
Marianne Sturm
Als Dirigent berief der
Vorstand Dillingens
Musikschulleiter Hubert
Ludwig Rast. Ein
Jugendvertreter wurde
eigens noch am
15.03.1085 gewählt .
Bei dieser Wahl wurde
Petra Dannenberger
Jugendvertreterin.
Die erste gemeinsame
Probe fand am 13. Juni
1985 statt. Bereits am
25. Juli 1985 fand der
erste öffentliche
Auftritt der Steinheimer
Musikanten e.V. statt.
Unter der Leitung von H.
L. Rast würdigte nach
dem „Premier-Marsch“und
dem „Red-Jackets-Marsch“
der ehemalige Oberbürgermeister
Hans-Jürgen Weigl die
Leistung der Steinheimer
Musikanten. Bei der
Vorstandssitzung im
Gasthaus
„Millerwirt“ am 25.
Februar 1988 wurde der
neue Dirigent Joe Beck
eingeführt. Das erste
Highlight des neuen
Dirigenten Joe Beck war
ein Weihnachtskonzert
des Musikvereins der
besonderen Art und fand
am 29. Dezember 1988 im
Schützenheim Steinheim
statt. Die Damals
vorgespielten
Darbietungen der
Musikanten bei den Stücken
„Heimliche Lieb“
sowie „Meine kleine“
waren die Uraufführung
von Werken Joe Becks.
25. Juli 1989, die
Einweihungsfeier des
neuen Wegkreuzes in
Hausen haben die
Steinheimer Musikanten
damals würdig umrahmt.
Am 29. Juli 1989
spielten die Steinheimer
Musikanten zum
Auftaktspiel
Bayern-München gegen
den 1. FC Nürnberg im
Olympiastadion.
Nur wenige Tage vor
Beginn der Fußballliga
Saison erhielten die
Steinheimer Musikanten
vom FC Bayern München
die Einladung im
Olympiastadion in München
zu musizieren. Die
Freude über diese
Einladung war groß. Bei
den Musikanten
entwickelte sich
einerseits große
Bereitschaft zum Üben
um von der musikalischen
Seite das Beste zu
geben, andererseits
wurden Sie Fans des FC
Bayern. Wohlgerüstet
mit Instrumenten, geschmückt
Vereinstafel, Dillinger
Stadtwimpel und
Bayernfahne, fahren die
Steinheimer Musikanten
mit Ihrem Dirigenten Joe
Beck und der
Vorstandschaft,
begleitet vom ehemaligen
Oberbürgermeister
Hans-Jürgen Weigl nach
München. Die
Steinheimer Musikanten
marschierten mit 3
weiteren Musikkapellen
durch das Marathontor in
das Olympiastadion ein.
Mit flotter Marschmusik
wurden von allen
Musikanten 5 Runden auf
der Aschenbahn zurückgelegt.
Anschließend wurden
alle Musiker vom FC
Bayern zu einem Imbiss
eingeladen und erhielten
Freikarten für das Fußballspiel.
Auszug aus dem
Protokoll April 1990.
Die Musikanten
arbeiteten den ganzen
Nachmittag mit einigen
Pausen an der
Demobandaufnahme für
die Sendung „Klänge
der Heimat“, die am
Fronleichnamssamstag,
14. Juni 1990 im Radio
Nordschwaben gesendet
wird.
Mit 42 Musikern
nahmen die Steinheimer
Musikanten im Mai 1990
unter der Leitung von
Joe Beck bei den
Wertungsspielen zum 3.
Bezirksmusikfest teil
(Pflichtstück „Jellowstone-Overture“
von Joe Grain und
Selbstwahlstück „Phönix-Overture“
von Hans Kolditz). Sie
erhielten dafür den 1.
Rang mit Belobigung.
Juni, Juli 1990. „Fünf
Jahre Steinheimer
Musikanten“. das
Festzelt im Schulhof war
wunderschön geschmückt.
In seiner Begrüßungsrede
konnte ehemaliger
Vorsitzender Josef
Strasser jun. unter den
vielen Blasmusikfreunden
besonders den damaligen
Schirmherrn und
ehemaligen Oberbürgermeister
Hans-Jürgen Weigl. mit
Gattin, den Vizepräsidentin
des ASM, Herrn Alfred
Imler, Herrn Landrat Dr.
Anton Dietrich, der
Vorsitzende des ASM,
Bezirk 17, Herrn Erwin
Hefele mit Gattin, das
„Steinheimer
Dreirat“- Franz Knaus,
Georg Rieß und Walter
Tausend sowie viele
Abordnungen bzw. Vorstände
von befreundeten
Musikvereinen und
sonstigen Vereinen
herzlich Willkommen heißen.
Am Abend sorgten die
Steinheimer Musikanten
dann für Spaß,
Stimmung und
Unterhaltung.
Oktober 1990
verbrachten die
Steinheimer Musikanten
einen erlebnisreichen
Tag im Europapark Rust.
Trotz großer Aufregung
und einer Fahrzeugpanne
kamen alle gesund und
munter am vorgesehenen
Ausflugsziel an. Nach
einem wunderschönen
Nachmittag mit vielen
Attraktionen, wartete
der Busfahrer mit einem
neuen Bus auf die
Musikanten der leider 10
Sitzplätze weniger
hatte, als bei der
Hinfahrt, aber ob unser
Musikanten nun auf einer
Bierkiste saßen, ob Sie
irgendwo quer lagen oder
ob Sie zu dritt auf zwei
Sitzplätzen saßen,
nach diesem
erlebnisreichen Tag
kamen alle gut nach
Hause. Jedenfalls wird
dieser Ausflug trotz
aller Schikanen in guter
Erinnerung bleiben.
Die Steinheimer
Musikanten nahmen im Mai
1991 am 30. Jubiläum
des Spielmannszuges
Steinheim/Westfallen
teil. Neben anderen
Vereinen, halten dort
alle 7 Bundesdeutschen
Orte namens
„Steinheim“ Ihre
Mitwirkung mit
mindestens einem
musiktreibendem Verein
zugesagt. Hierbei
gestalten die Musikanten
einen zünftigen,
bayerischen Frühschoppen.
Aus Zeitungsartikel März
1992, in diesem Artikel
wird bestätigt, Zitat
Jahresrückblick über
insgesamt 53 Auftritte
die unter anderem in
Form von Geburtstagsständchen,
Hochzeitszügen und
Festauftritten
absolviert werden.
Mehrere Begräbnisse
gestaltete die
Beerdigungsformation der
Steinheimer Musikanten.
Besonders erwähnenswert
war der Abschluss des
Dirigentenhauptkurses
den Sieglinde Biber mit
sehr gutem Erfolg
bestanden hat.
An einem Sonntag, den
19. Juli 1992, luden die
Steinheimer Musikanten
im Hof der Steinheimer
Turnhalle zum
traditionellen Frühschoppen
recht herzlich ein. Mit
Bier vom Fass und Weißwürsten
mit offenfrischen Brezen
wurde für das leibliche
Wohl bestens gesorgt.
Im Juli 1993 wird
allen Musikbegeisterten
Jungen und Mädchen die
Möglichkeit geboten,
ein Blasinstrument zu
erlernen. Bereits im
Alter von ca. 8 Jahren,
ist dies möglich. Auch
das Angebot der
musikalischen Früherziehung
wird gerne angenommen.
Dezember 1993 die
erste Kassette der
Steinheimer Musikanten
gelangt beim spielen am
Heiligen Abend an die Öffentlichkeit.
Die Aktiven erhielten
Ihre eigene Produktion
bei der Weihnachtsfeier.
Die Jahre 1994 und
1995 standen ganz im
Zeichen der Vorbereitung
und Durchführung des
großen Musikfestes anlässlich
den 10 jährigen
Bestehens der
Steinheimer Musikanten.
Die Verantwortlichen
haben ganze Arbeit
geleistet und so konnten
die 1. Steinheimer
Musiktage in Steinheim
an der Donau vom 30.
Juni bis 03. Juli 1995
mit einem 4-tägigen
Musikfest durchgeführt
werden. Ein Höhepunkt
jagte den Anderen. So
konnte eine der besten
Blasmusikformationen
Europas engagiert
werden. Die Blaskapelle
Hans Makos aus dem
Burgenland in Österreich,
war in Steinheim zu
Gast. Der Festsonntag
war mit das
Beeindruckernste, was
Steinheim je an
Musikalität erlebt
hatte. 28 Musikkapellen,
darunter Vertretungen
aus allen Steinheims der
Bundesrepublik
Deutschland hatten ihr
Kommen zugesagt und am
Großen Festzug durch
die Straßen Steinheims
teilgenommen. Sogar der
Präsident des Allgäu-Schwäbischen
Musikbundes, Hr. Prof.
Karl Kling war anwesend
und hat durch sein
Mitwirken den
Steinheimer Musikanten
die Ehre und die
Anerkennung erwiesen.
Die Resonanz aus der Bevölkerung
Steinheims und Umgebung
an diesem Musikfest war
mehr als vorbildlich und
so werden diese
Musiktage in Steinheim
allen Beteiligten noch
sehr lange in Erinnerung
bleiben.
Die nachfolgenden
Jahre waren für die
Steinheimer Musikanten
nicht mehr ganz so
anstrengend. Selbstverständlich
waren die Musikanten
aber nach wie vor bei
der Sache und
begleiteten die örtlichen
Feierlichkeiten immer
wenn es gewünscht war
mit ihrer Musik.
In dieser Zeit wurde
auch das Lampionfest der
Steinheimer Musikanten
gegründet. Anfangs fand
dieses Fest immer im
Garten des
Musikkameraden Hermann
Strasser im Freien
statt. Nachdem aber der
Wettergott über Jahre
hinweg schlechtes Wetter
nach Steinheim schickte
und das Fest dann jedes
Mal abgesagt werden
musste, verlegte man das
Fest in die Halle von
Georg Dollinger. Hier
war man vom Wetter unabhängig
und so konnte die
Veranstaltung jedes Jahr
durchgeführt werden.
Im Jahr 2003 übergab
der langjährige 1.
Vorstand Josef Strasser
jun. nach 15 jähriger Tätigkeit
sein Amt in jüngere Hände.
Helmut Beyer wurde anlässlich
der Generalversammlung
2003 zum Nachfolger von
Josef Strasser gewählt.
Auch der langjährige 2.
Vorsitzende Karl-Heinz
Perzl, stellte sein Amt
zur
Verfügung. An seiner
Stelle rückte Dieter Küst
nach und begleitete ab
sofort das Amt des
stellvertretenden
Vorsitzenden.
Niemand hätte es im
Jahre 1985 geglaubt,
dass es die
Dorfgemeinschaft
Steinheim fertigt
bringt, eine eigene
Musikkapelle zu gründen.
Im Oktober 2005 blicken
die Steinheimer
Musikanten e.V. stolz
auf 20 Jahre
Vereinsgeschichte zurück
und feierten mit einem
Fest Ihr Bestehen im
Zehenstadl Steinheim.
Juni 2006 fuhren
unsere Musikanten froh
geahnt ins Altmühltal
zum Zelten und Schiffe
fahren. Gutes Wetter
haben Sie bekommen. Nach
der Bootsbelegung
begaben sich unsere
Musikanten in die
Stromschneller. Ganz
markante Schleusen
mussten durchfahren
werden und so kam es,
dass auch prompt dass
eine oder andere Kann
gekentert ist. Aber
unsere Musikanten
meisterten auch diese
Situation gekonnt und
kamen letztlich
frohgelaunt und gesamt
am Ziel an.
Juli 2008 alle 2
Jahre steht das beliebte
Bergfest in
Gau-Bickelheim im
Weingut Pfennig an, dass
mittlerweile von
zahlreichen Fans und
Mitgliedern begleitet
wird. Gute Stimmung,
bester Wein und gute
Unterhaltung von den
Steinheimer Musikanten
wird bei diesem Ausflug
geboten.
Am Heiligen Abend
spielen verschiedene
Gruppen der Steinheimer
Musikanten die Weihnacht
ein. Auch wenn kein
Schnee liegt, gelingt es
uns Musikanten, jedes
Jahr mit den schönsten
Weihnachtsliedern,
weihnachtliche Stimmung
zu vermitteln.
Im März/April 2009
wurde die Satzung des
Vereins in verschiedenen
Punkten geändert. Die
markanteste Änderung
ist, dass es nun auch
zwei 2. Vorsitzende
geben kann. Seit April
2009 ist der Dirigent
Joe Beck auch
gleichzeitig 1.
Vorsitzender,
unterstützt durch die
zwei 2. Vorsitzenden
Dieter Küst und Roland
Beck.
28.5.2010 -
31.5.2010: Die
Steinheimer Musikanten
feiern ihr 25jähriges
Bestehen. 4 Tage großes
Programm mit Dolce Vita,
der Scherzachtaler
Blasmusik, Sternmarsch,
einem Festzug (zumindest
ein paar Minuten, bis
der große Regen kam)
und einer Serenade nach
Art des großen
Zapfenstreichs.
Wieder einmal zeigte
sich, dass Steinheim
eine starke
Dorfgemeinschaft
besitzt, denn zahlreiche
Vereine und Bewohner
Steinheims
unterstützten dieses
Jubiläum tatkräftig.
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